Aus der Zeit fallen

David Grossman
dramatisiert von Orit Gal und Dedi Baron | unter Verwendung der Übersetzung von Anne Birkenhauer

Premiere am 24. Mai 2018 in Krefeld (Fabrik Heeder)

Premiere am 2. Februar 2018 Mönchengladbach (Studio)


 

Nach „dort“ kann man nicht gehen, sagt die Frau. Aber der Mann will nach „dort“, zu seinem toten Sohn. Nach fünf Jahren des Schweigens hält er es nicht mehr aus, er muss nach dort, an die Grenze. Er verlässt das Haus und zieht in Kreisen um die Stadt. Andere Menschen, die auch ein Kind verloren haben, schließen sich ihm an. Sie sind auf der Suche nach dem verlorenen Leben, wie auch der Schreiber, der ihr Schicksal teilt. Es fehlen ihm die Worte, aber ins Leben, so spürt er, kann er doch nur zurückfinden, wenn er die Worte wiederfindet, die Worte für das Unsagbare, was ihm passiert ist.

 

Aus der Zeit fallen ist ein bewegender Text und das persönlichste Buch des israelischen Schriftstellers David Grossman. Er schrieb es einige Jahre nach dem Tod seines Sohnes im Libanonkrieg 2006. Es ist Totenklage und Hymnus auf das Leben zugleich.

 

Dedi Baron gehört zu den herausragenden Theaterregisseurinnen Israels. Seit Ende der 1990er Jahre inszeniert sie regelmäßig am Nationaltheater Habimah, am Cameri und am Beit Lessin Theater in Tel Aviv.
Stipendien der britischen Botschaft und des Goethe-Instituts führten sie nach London und Berlin. Seit 2006 ist sie Professorin für Regie an der Fakultät für Theater der Universität Tel Aviv. In Deutschland hat sie unter anderem für das Theater Kiel, die Schaubühne Berlin und das Düsseldorfer Schauspielhaus gearbeitet. Aus der Zeit fallen ist ihre erste Inszenierung für das Theater.

 

Regie: Dedi Baron

Bühne: Gabriele Trinczek

Kostüm: Kirsten Dephoff

Dramaturgie: Martin Vöhringer

 

Besetzung:

Bruno Winzen (Mann),

Eva Spott (Frau),

Felix Banholzer (Schuster),

Vera Maria Schmidt (Hebamme),

Joachim Henschke (Zentaur)

 

Presse

 

"Mit einem starken Ausdruckstanz vermitteln die Hebamme (Vera Maria Schmidt) und der Schuster (Felix Banholzer) ihre Gefühle auf der Bühne. Kraftvoll lassen sie sich immer wieder ineinander fallen, über den Tisch hinüber, oder unter dem Tisch verbunden. Verzweiflung, Schmerz, aber auch die enge Zusammengehörigkeit der beiden wird deutlich.  [...] Mit unglaublich vielen Emotionen und Echtheit vermitteln die Schauspieler den unendlichen Schmerz, und holen das Publikum so ab."

RP online

 

"Ein ungemein berührender, sinnlicher Abend, der eine der Grundfragen des Lebens thematisiert."

"Anrührend, bewegend, ergreifend."

"Ein außergewöhnliches Theatererlebnis mit einem exzellenten Ensemble, das den unendlichen Schmerz und all die mit dem Tod verbundenen Emotionen intensivst vermittelt.  Man sollte es nicht versäumen!"

theaterpur.net