Der Meister und Margarita

Nach dem Roman von Michail Bulgakow

Dramatisiert von Zara Antonyan

Premiere am 29. September 2019 in Krefeld

Premiere am 15. September 2018 in Mönchengladbach


Fotos: Matthias Stutte

 

Der Meister und Margarita gilt neben Doktor Schiwago als der größte russische Roman des zwanzigsten Jahrhunderts. Michail Bulgakow schrieb zwölf Jahre lang an diesem russischen Faust-Roman, von 1928 bis zu seinem Tod im Frühjahr 1940. Virtuos verknüpft Bulgakow drei verschiedene Handlungen und springt dabei behände jeweils über zweitausend Jahre hinweg.

Im Moskau der dreißiger Jahre treibt der Teufel höchst selbst sein Unwesen, in Gestalt des Gelehrten Woland (ein Teufelsname, den Goethe im Faust gebraucht) und seiner wüsten Viererbande. Parallel zu dieser Groteske entfaltet sich die tragische Liebesgeschichte zwischen dem stets nur ‚Meister’ genannten Schriftsteller und seiner Geliebten Margarita. Aus Moskau schwenkt Bulgakow immer wieder in das Jerusalem des 1. Jahr-hunderts hinüber und lässt den ‚Meister’ von Pontius Pilatus und dessen folgenschwerer Begegnung mit dem seltsamen Philosophen und Wanderprediger Jeschua erzählen.

 

Regie: Zara Antonyan

Bühne: Dirk Seesemann

Kostüm: Petra Wilke

Video- und Musikkonzept: Stephen Ochsner

Dramaturgie: Martin Vöhringer

 

Besetzung:

Esther Keil (Schauspielerin im roten Kleid),

Henning Kallweit (Iwan Besdomny / Levi Matthäus),

Michael Ophelders (Berlioz / Kaiphas / Poplawski / Bengalski),

Carolin Schupa (Hella / Nisa / Krankenschwester),

Bruno Winzen (Korowjew / Marcus Rattenschlächter / Arzt / Mörder),

Paul Steinbach (Woland / Afranius),

Philipp Sommer (Asasello / Jeschua / Arzt / Mörder),

Adrian Linke (Pontius Pilatus / Meister),

Ronny Tomiska (Lichodejew / Baron Maigel / Judas),

Vera Maria Schmidt (Margarita),

Alla Bond / Marireau Mühlen (Annuschka / Frieda)

 

 

Presse

 

" In den letzten Wochen habe ich gleich drei Vorstellungen gesehen, die mich gerührt haben wie lange kein Theatererlebnis mehr. […] Die armenische Regisseurin Zara Antonyan stellt ausgerechnet die Szenen aus dem Buch des „Meisters“ in den Mittelpunkt ihrer Lesart von Bulgakows Roman. Jesus persönlich steigert da durch schlichte Lauterkeit und geradezu mitreißende Empathie den Leidensdruck seines Gegenübers Pontius Pilatus ins Unermessliche. Drei klug gedachte, handwerklich hervorragend gebaute, empathiegeladene und glühend gespielte Theaterabende, die mir – und ich sage das ausnahmsweise ohne die berufstypische Angst vor Sentimentalität – wirklich das Herz erwärmt haben."

Andreas Falentin  - Die Deutsche Bühne